Dan Biechele, Ex-Manager der Band Great White, will sich im Prozess um die Verantwortlichkeiten der verheerenden Brandkatastrophe bei einem Konzert der Band im Jahre 2003 schuldig bekennen. Ihn erwartet nun eine zehnjährige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung. Würde Biechele nicht auf schuldig plädieren, drohte ihm gar eine lebenslange Haftstrafe.
Bei dem Konzert seiner Schützlinge von Great White am 20. Februar 2003 in West Warwick, Rhode Island, hatte das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf der Bühne den Club in Brand gesetzt. 100 Menschen starben (darunter auch Band-Gitarrist Ty Longley) 200 Menschen wurden verletzt.
Biechele hatte bislang argumentiert, die beiden Club-Besitzer Jeffrey und Michael Derderian hätten das Feuerwerk schriftlich genehmigt, das Schriftstück sei aber mit verbrannt. Die ebenfalls unter Anklage stehenden Gebrüder Derderian bestreiten indes die Existenz eines solchen Schreibens. Den Club-Betreibern wird insbesondere der Einsatz eines extrem leicht entzündlichen Schaums zur Schalldämmung bei dem Unglückskonzert vorgeworfen. Dem Vernehmen nach wollen sie weiterhin auf „nicht schuldig“ plädieren.
Sammelklage im Brandfall Great White (23.7.04)


