Er beschäftigte sich mit Jazz und Elektronik, mit Gregorianik und Gamelan, und er hat bei diesem Treiben, so scheint’s, seit den Sechzigern vor nichts und niemandem Berührungsängste. Eberhard Schoener, heute 68, kann auf ein beachtliches Oeuvre zurückblicken. Und die Triebfeder hinter all dem? „Ich suche nicht verzweifelt nach dem Neuen“, sagt er, „ich bin schlicht neugierig.“
Schöner geht’s kaum mit Schoener
Er ging bei Sergiu Celibidache in die Lehre und hätte als Klassikdirigent bis ans Ende seiner Tage eine ruhige Kugel schieben können. Stattdessen machte er sich auf eine kreative Wanderschaft, die bis in die Gegenwart anhält. Sie führte ihn in entlegene Gegenden in Nepal oder auf der Insel Bali ebenso wie in musikalische Gefilde, die man einem ausgebildeten Geiger an der Bayerischen Staatsoper nicht von vornherein ins Horoskop schreibt.



