Weil der deutsche Schlager bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest aufgrund des neuen Modus keine Chance mehr habe, kritisierten prominente Künstler und Medienvertreter das geänderte Regelwerk. „So etwas kann man nicht machen“, erklärte Dieter Thomas Heck, der langjährige Moderator der „ZDF Hitparade“, dem Boulevardmagazin „Bunte“. Die neuen Regeln, die einen Auftritt bei der nationalen Vorentscheidung an einen Videoeinsatz des jeweiligen Songs bei Viva koppeln, würden verhindern, dass Schlager zum Einsatz kommen. Die Empörung über das neue System geht soweit, dass der erfolgreiche Schlagersänger Roland Kaiser „so einen Quatsch“ erst gar nicht kommentieren will. Die BMG-Künstlerin Andrea Jürgens warf ein, es gebe durchaus deutsche Schlager, die es verdienten, in der Show präsentiert zu werden. Dagegen verteidigt NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer das neue Konzept: „Wir wollen einen Titel nach Istanbul schicken, der dort möglichst gute Chancen hat und hier bei uns ausreichendes Interesse weckt.“ Der renommierte Fernsehmacher hat zudem bereits Erfahrungen mit Kritik an seinen Reformen: Als er 1998 die deutsche Vorentscheidung für Comedy-Künstler wie Guildo Horn oder Stefan Raab öffnete, hagelte es zunächst auch Beschwerden – bis Meier-Beer mit beiden Künstlern hohe Positionen beim internationalen Finale erreichte.
Schlagerstars greifen neues Konzept für „Grand Prix“ an
Weil der deutsche Schlager bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest aufgrund des neuen Modus keine Chance mehr habe, kritisierten prominente Künstler und Medienvertreter das geänderte Regelwerk.



