Musik

Schlagerbarde auf Grammy-Kurs

Vor dreissig Jahren sorgte Michael Holm für Teeny-Begeisterungstürme – heute hat er gute Chance auf den wichtigsten Musikpreis der Welt.

In den Sechzigern und Siebzigern avancierte er mit Hits wie „Mendocino“ und „Tränen lügen nicht“ zum Superstar des Deutschen Schlagers. Als die Erfolge irgendwann ausblieben, zog er sich – im Gegensatz zu den meisten seiner penetranten Sangeskollegen – aus der Öffentlichkeit zurück und agierte eher hinter den Kulissen, unter anderem als Produzent des damaligen Grand-Prix-Schocks Guildo Horn.

Seit Ende der Siebziger musiziert Holm außerdem als eine Hälfte des Instrumental-Duos Cusco, und feiert damit weltweite Erfolge: 17 Alben, über fünf Millionen verkaufte Einheiten und Auszeichnungen in Japan, Südkorea und den USA sind eindrucksvoller Beleg, dass der Schlagerstar wohl doch noch mehr draufhat, als den Druck auf die Tränendrüse.

Nun dringt der umtriebige Musikant sogar zum wiederholten Male in Erfolgsregionen vor, die sich deutschen Musikanten bislang nur sehr selten geöffnet haben: Bereits zum dritten Mal ist Holm mit Cusco für den wichtigen Musikpreis der Welt, den Grammy, nominiert. Ob’s im dritten Anlauf klappt, zeigt sich am Abend des 8. Februar in Los Angeles.