Im Vorfeld des Pop-Kongress „forward2business“ lässt Michael Schiewack, Programmchef der MDR-Sender Jump und Sputnik, kein gutes Haar an der Nachwuchsförderung der deutschen Plattenfirmen. „Wir suchen ständig nach guter, deutscher Musik, aber es gibt keine. Die Musikindustrie hat es verlernt, talentierte Newcomer zu entwickeln“, behauptet Schiewack, der aus diesem Grund im vergangenen Jahr eine eigene Newcomer-Aktion gestartet hat. Bei dem diesjährigen Kongress „forward2business“, der am 26. und 27. Mai in Halle (Saale) über die Bühne geht, wollen Schiewack und sein Musikchef Reinhard Bärenz unter dem Motto „Radio Strikes Back“ ein so genanntes „Popstar-Entwicklungsprogramm“ als Starschmiede aus dem Radio vorstellen. Dabei will der MDR die Musikindustrie nicht ausschließen. Die Firmen sollen über das Radio eine Promotionplattform für Newcomer erhalten, wie Bärenz erläutert: „Wenn das klassische Geschäft der Labels kriselt, und auf den alten Wegen kein Geld mehr für den seriösen Künstleraufbau zu beschaffen ist, dann müssen wir eben gemeinsam nach neuen Wegen suchen.“ Dafür sollen die Künstler bei Radio-Events auftreten und auch über die angeschlossenen Fernsehdivisionen der Sender ein TV-Forum finden.
Schiewack kritisiert Plattenfirmen
Im Vorfeld des Pop-Kongress „forward2business“ lässt Michael Schiewack, Programmchef der MDR-Sender Jump und Sputnik, kein gutes Haar an der Nachwuchsförderung der deutschen Plattenfirmen.



