Britta Neander, Percussionistin und Schlagzeugerin bei Ton Steine Scherben und später Rio Reiser sowie Mitbegründerin der nach ihr benannten Band Britta ist im Alter von 48 Jahren nach einer Herzoperation gestorben.
Neander gehörte zu den prägenden Frauengestalten der jungen deutschen Rockmusikszene, als sie in den 70er Jahren zunächst als Percussionistin, dann als Schlagzeugerin bei Ton Steine Scherben spielte. Später wirkte sie auch an Soloprojekten von Rio Reiser mit. Bereits 1979 hatte sie die New-Wave-Formation Carambolage gegründet, eine der ersten wichtigen Frauenbands Deutschlands.
Besonders wichtig war ihr das Schlagzeugspiel, sodass sie 1999 mit Christiane Rösinger, der Exsängerin der Lassie Singers, die Band Britta gründete und sich wieder auf den Schlagzeugschemel setzte. Auf dem eigenen Label Flittchen Records erschienen drei Alben mit Neander als Drummerin, die neben der Musik u. a. auch auf einem Kinderbauernhof arbeitete.
Sie starb, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 14. Dezember in einem Berliner Krankenhaus und hinterlässt eine Tochter.



