Musik

SBC will Nutzerdaten nicht herausgeben

SBC Communications, einer der größten Internet Service Provider in den USA, weigert sich standhaft, Daten von Nutzern an die RIAA zu übergeben, die der Verband der Urheberrechtsverletzung verdächtigt.

SBC Communications, einer der größten Internet Service Provider (ISP) in den USA, weigert sich standhaft, Daten von Nutzern an die RIAA zu übergeben, die der Verband der Urheberrechtsverletzung verdächtigt. Damit ist SBC der einzige große US-ISP, der sich nicht durch ein Präzedenz-Urteil gegen den Mitbewerber Verizon verpflichtet fühlt, die Identitäten seiner Nutzer preiszugeben, die sich im Netz für gewöhnlich nur mit Phantasienamen bewegen. Verizon hatte diesbezüglich im Juni einen Prozess gegen die RIAA verloren. SBC hat inzwischen rund 300 Vorladungen erhalten, die sie – wie andere ISPs auch – an die entsprechenden User weiterleiten sollte. Doch laut „New York Times“ ist bisher nichts geschehen. SBC hält das Vorgehen der RIAA für „eine Bedrohung für den Datenschutz und die Sicherheit der Konsumenten“, sagte James D. Ellis, General Counsel des Unternehmens. „Wir werden jede einzelne dieser Vorladungen anfechten, bis man uns sagt, dass unser Standpunkt aus rechtlicher Sicht falsch ist“, so Ellis kämpferisch. Für RIAA-Justiziar Matthew J. Oppenheim ist jedoch klar: „SBC glaubt, dass die kostenlosen Musikdownloads ihr Geschäft fördern.“

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