Musik

Saul Williams – Das schlechte Gewissen des HipHop

Bereits auf seinem ersten Album, „Amethyst Rock Star“, überzeugte der Rapper, Spokenword-Aktivist und Filmemacher mit einer unkonventionellen Mixtur aus Rock, HipHop und Elektronik. Mit seinem zweiten Album, „Saul Williams“, (Fader/Wichita/V2/rough trade) setzt sich Saul Williams erneut bewusst zwischen alle Stühle.

Das Allroundtalent hat die Trennung von seinem früheren Label unbeschadet überstanden und ist aktiver denn je. „Als Rick Rubin seinen Vertrag für American Recordings mit Sony vor zwei Jahren löste, ist es mir gelungen, mich von allen vertraglichen Verpflichtungen loszusagen. Und darüber bin ich heute sehr glücklich, denn ich glaube, ich passe mit meiner Musik einfach nicht zu einer Major-Company“, sagt Saul Williams. „Als Künstler auf einem kleinen Independent-Label genießt du in den Medien im Augenblick definitiv mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch, als bei einer der großen Firmen.“ In der Tat klingt sein zweites Album, das in den USA bereits 2004 beim kleinen Indie Fader erschien, noch um einiges kompromissloser als sein vor vier Jahren veröffentlichtes Debüt „Amethyst Rockstar“. „Die Entscheidung, zu diesem Label zu gehen, war für mich ein logischer Schritt. Ich bin mit den Leuten dort sehr gut befreundet und schreibe hin und wieder auch mal einen Artikel für ihr gleichnamiges Magazin.“ Bei der Produktion seines zweiten Albums haben ihn neben einigen bekannten Musiker wie Zack De La Rocha (früher Rage Against The Machine) und Serj Tankian von System Of A Down auch viele Freunde unterstützt: „Mir hat vor allem Mickey P sehr geholfen, der normalerweise in der Band Moving Units spielt.“ Für die Aufnahmen im Studio benötigte Saul Williams nur zehn Tage: Die Vorarbeit leistete er zu Hause, wo er in den vergangenen Jahren intensiv an neuen Songs getüftelt hat. „Als ich ins Studio ging, hatte ich fast alle Titel fertig. Deshalb waren die Aufnahmen auch sehr schnell im Kasten.“

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