Manchmal ist eine Seelenkrise Ausgangspunkt für besonders kreative Leistungen. Im Fall von Sarah Slean und ihrem Album, „Day One“ (wea/Warner), war das so. Bevor sie die Songs dafür schrieb, hat sich Sarah für vier Monate in einer Blockhütte mitten in den kanadischen Wäldern einquartiert, weil sie mit sich und der Welt nicht mehr zurecht kam. „Ich glaube, es war meine Unfähigkeit, ich selbst zu sein. Mein Unvermögen, einfach zu existieren und mit dem Druck von außen und mit meinen Ängsten fertig zu werden“, erklärt die Kanadierin. Von Depressionen, Selbstzweifeln und dem Streben nach Neuorientierung handeln viele Songs auf „Day One“. Allerdings ist Sarah Slean weit davon entfernt, in Selbstmitleid zu zerfließen. Das Ergebnis ihrer Flucht in die Isolation der kanadischen Wälder sind sehr lebensbejahende, mitunter herrlich skurrile Titel.
Sarah Slean – Musik aus Berufung
Die kanadische Songwriterin Sarah Slean ist noch ein Geheimtipp. Im vorigen Jahr war sie im Vorprogramm von Ron Sexsmith erstmals in Deutschland zu erleben. Nun überzeugt sie auf ihrem dritten Soloalbum, „Day One“, auf der ganzen Linie.



