Über 200 Angehörige der Opfer des verherenden Brands bei einem Great-White-Konzert in Los Angeles im vergangenen Jahr haben nun eine Sammelklage gegen 46 beteiligte Personen eingereicht. Angeklagt werden unter anderem die Clubbesitzer, die die brandverursachende Pyro-Show ohne die nötige Lizenz zugelassen und zudem Dämmmaterial verwendet hätten, das den Brand beschleunigt habe. Außerdem beschuldigt: Brandinspektor Denis Larocque, der bei mehreren Routineuntersuchung das unsichere Dämmaterial übersehen haben soll, sowie Bandleader Jack Russell und Tourmanager Dan Biechele für den fahrlässigen Umgang mit Pyrotechnik. Ebenfalls angeklagt werden die Brauerei Anheuser-Busch, die für das Konzert geworben und damit zur Überfüllung beigetragen habe, und die Radiostation WHJY, die ebenfalls Promotion für den Auftritt gemacht hatte. „WHJY wusste, oder hätte wissen müssen, dass die Band, die sie angekündigt haben, auf ihrer Tour wiederholt öffentlich und widerrechtlich unlizenzierte Pyrotechnik verwendet hat“, erklärte das achtköpfige Anwälteteam in seiner 130 Seiten langen Klageschrift. Die Kläger fordern nun Schadenersatz, in welcher Höhe wurde bisher nicht bekannt. Bei der Brandkatastrophe im Februar 2003 kamen 100 Menschen ums Leben, über 200 wurden verletzt.
Sammelklage im Brandfall Great White
Über 200 Angehörige der Opfer des verherenden Brands bei einem Great-White-Konzert in Los Angeles im vergangenen Jahr haben nun eine Sammelklage gegen 46 beteiligte Personen eingereicht.


