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R&B dominiert US-Charts

Es bleibt vorerst dabei: Der US-Tonträgermarkt steckt in der Flaute. Zwar platzierten sich aktuell sechs Neu-VÖs in den Top Ten, doch die Verkaufszahlen sinken weiter. Bemerkenswert sind indes die digitalen Ergebnisse europäischer Acts.

Es bleibt vorerst dabei: Der US-Tonträgermarkt steckt in der Flaute. Zwar konnten sich aktuell sechs Neuveröffentlichungen in den Top Ten platzieren, doch die Verkaufszahlen sinken weiter. Dennoch durchbrachen immerhin drei Alben in den letzten Wochen die magische Schallmauer von 100.000 Verkäufen.

Neuer Spitzenreiter ist derzeit R&B-Sänger Musiq Soulchild mit „Luvanmusiq“ dank eines Erstwochenergebnisses von 149.000 Exemplaren. Dicht dahinter reiht sich R&B-Kollege Lloyd mit 144.000 Verkäufen von „Street Love“ auf Rang zwei ein. Platz drei geht an das Debütalbum des Rappers Rich Boy, das auf Anhieb 112.00 Käufer fand. Damit bleibt für Chris Daughtry und sein „Daughtry“ nach weiteren 80.000 Verkäufen nur noch Position vier. Fünfter ist Akon mit 71.000 neuen Einheiten von „Konvicted“ in der Bilanz.

Mit 57.000 verkauften Kopien von „Live at Massey Hall 1971“ schafft Neil Young einen bemerkenswert hohen Einstieg auf den sechsten Platz. Ebenfalls erstaunlich gut reüssiert Amy Winehouse auf dem amerikanischen Markt. Im Vergleich zu anderen britischen Exportthemen der letzten Monate schlägt der englische Soulstar gleich auf Anhieb richtig ein. Beim SXSW-Festival war Winehouse eine der begehrtesten Künstlerinnen und 51.000 Erstwochenverkäufe von „Back To Black“ zeigen, dass sich die Einschätzung der Brancheninsider mit der der zahlenden Kundschaft deckt. Neu auf acht steigen 8Ball & MJG mit 50.000 Kopien von „Ridin‘ High“ ein, gefolgt von den 43.000 Verkäufen von „Infinity On High“ von Fall Out Boy und Carrie Underwood, die es mit 42.000 Exemplaren von „Some Hearts“ zurück in die Top Ten schafft.

Bemerkenswert sind in dieser Woche die digitalen Ergebnisse der europäischen Acts: Amy Winhouse konnte 31 Prozent ihres Absatzes in Form von Downloads verbuchen, was zum Großteil an einem günstigen Pre-Order-Angebot bei iTunes liegen dürfte. Noch besser lief es digital für James Morrison. „Undiscovered“ verkaufte 47 Prozent seines Gesamtabsatzes von 24.000 Exemplaren als Download. Die Folge: Rang 24.

Einen Erfolg verbucht in dieser Woche auch eine deutsche Firma: „Dead Again“ von Type O Negative beschert der US-Filiale von SPV Position 27 mit 22.000 Verkäufen.

Unterm Strich bleibt allerdings eine weitere Woche mit sinkenden Absatzzahlen. 8,5 Millionen verkaufte Alben sind 1,8 Prozent weniger als in der Vorwoche und 18,7 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Jahres 2006. Damit hat die US-Branche seit Jahresanfang 99,2 Millionen Alben abgesetzt – ein kumuliertes Minus von derzeit 16,6 Prozent.

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