“Entsprechend der allgemeinen Marktsituation fällt auch der österreichische Gemeinschaftsstand etwas kleiner aus als in den vergangenen Jahren“, verrät Stand-Organisator Mario Rossori. So kürzte der größte Sponsor des Standes, die Gesellschaft AKM/GFÖM, die Mittel um 50 Prozent. Die weiteren finanzierenden Partner, darunter die IFPI sowie ÖSTIG, LSG und der Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie, konnten das entstandene finanzielle Loch nicht stopfen. „Dass wir überhaupt einen repräsentativen Stand zustande bringen, verdanken wir unseren freundschaftlichen Beziehungen zu den Standbauern sowie den Firmen Monkey Music und Blow Up, zum Radiosender FM4 und zum Vermieter der Almhütte, die heuer das Erscheinungsbild prägen wird“, gibt sich Rossori dennoch erfreut. Der Österreichische Musikrat unterstützt den Stand in der Person von Generalsekretär Günther Wildner personell, da aus Kostengründen beim Standpersonal eingespart werden musste.
Als großen Wermutstropfen sieht Rossori die Tatsache, dass aufgrund des geschrumpften Budgets keine neuen Werbe- und Informationsmittel produziert werden konnten: „Ein neuer MP3-Sampler wäre schön gewesen, da wir damit aktuelle Entwicklungen berücksichtigen und auch das Repertoire der neuen Aussteller hätten präsentieren können.“ Die Standfläche schrumpfte zwar von 120 auf 96 Quadratmeter, bei den Ausstellern selbst ist allerdings kein markanter Rückgang zu verzeichnen: Waren es im letzten Jahr 31 Firmen, so präsentieren sich heuer auf der Popkomm. 27 rot-weiß-rote Unternehmen. „Es haben sich mehr Firmen akkreditiert als erwartet und es sind einige Popkomm.-Debütanten darunter. Das zeigt, dass die Messe immer noch als außerordentlich wichtige Business-Drehscheibe erachtet wird“, analysiert Rossori. Allerdings erkennt er die Tendenz, dass langjährige Mitaussteller sich nun über Partnerfirmen akkreditieren und nur Tagespässe lösen, um Standkosten und hohe Akkreditierungsgebühren zu sparen.
Dafür, dass der Österreich-Stand wieder entsprechend frequentiert wird, soll das optische Erscheinungsbild sorgen: „Diesmal steht eine Bad Mitterndorfer Almhütte im Mittelpunkt, die mit modernen Elementen kombiniert wird.“ Die Firma kdg richtet zudem einen zünftigen Frühschoppen mit Brettljause, Blaskapelle und Schuhplattler aus, die Monkey Lounge von Walter Gröbchens Agentur Monkey Music präsentiert DJ Functionist vom ORF-Radiosender FM4 an den Turntables. Nicht zuletzt durch die Partnerschaft mit FM4 ist eine breite Medienberichterstattung in Österreich zu erwarten. Die Übersiedlung der Popkomm. in neue Hallen sieht Rossori mit gemischten Gefühlen: „Durch den Umzug wird die Flächenreduktion des Österreich-Stands nicht so stark auffallen. Dass es Tageslicht gibt, ist ebenso von Vorteil. Allerdings befürchte ich, dass durch die Aneinanderreihung der neuen Hallen die Wege für Besucher größer werden und die Gänge beim prognostizierten Besucherrückgang noch leerer wirken. Je kleiner allerdings eine Messe ist, umso hochwertiger ist erfahrungsgemäß die Qualität der Gespräche.“


