Musik

Roger Waters geht unter die Klassiker

Die Rocklegende hat eine Oper geschrieben.

Das klassische Werk mit dem Titel „Ca Ira (There Is Hope)“ ist Roger Waters‘ erster Gehversuch im Opernmetier. Zwar baute das Multitalent zu Zeiten von Pink Floyd aus der Klassik entliehene Versatzstücke in Meisterwerke wie „The Wall“ ein, doch über die Rockoper kam Waters bislang nie hinaus.

Dabei hatte er die Idee zu dem pompösen Bühnenprojekt bereist vor mehr als 15 Jahren. 1989 hatte er sich mit Songwriter Etienne Roda-Gil zusammengetan, um das Stück, das auf den Geschehnissen der Französischen Revolution basiert, gemeinsam zu erarbeiten. Der plötzliche Tod von Roda-Gils Ehefrau brachte das Projekt dann aber zum Erliegen.

Die Guillotine im Kopf

Still und heimlich hat Waters das Werk nun im Alleingang gestemmt. Der laut seinen Angaben „hochdramatische“ Inhalt reicht über die Geschichte der Französischen Revolution hinaus – die tiefere Botschaft der Oper dreht sich um eine gedankliche Revolution der Gesellschaft an sich, sie versteht sich als Appell, für die Rechte der Menschheit einzutreten.

Widerstandskämpfer wird es nicht nur auf der Bühne zu sehen geben, der Opern-Frischling erwartet diese auch in den Reihen der Medienkritiker. „Ich fühle mich ein wenig beklommen, als würde ich meinen Kopf auf die Schlachtbank legen. Ich rechne zu hundert Prozent mit einem Aufschrei der Sorte ‚Was glaubt er eigentlich, wer er ist?'“