Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im New Yorker „Waldorf-Astoria Hotel“ hielten R.E.M., Patti Smith, Van Halen, The Ronettes und Grandmaster Flash & The Furious Five Einzug in die Rock ’n‘ Roll Hall of Fame. Das Event wurde erstmals live vom Musikfernsehsender VH1 Classic übertragen.
R.E.M. traten im Rahmen der Veranstaltung mit Originaldrummer Bill Berry auf, der die Band 1997 verlassen hatte. Bei ihrem Hit „Man On The Moon“ erhielt R.E.M.-Sänger Michael Stipe stimmliche Unterstützung von Eddie Vedder (Pearl Jam), der zuvor auch die Laudatio auf das Quartett aus Athens, Georgia, gehalten hatte.
Von Van Halen erschienen nur Originalbassist Michael Anthony und Sammy Hagar, Sänger der Hardrockband nach dem Ausstieg von David Lee Roth. Roth selbst verweigerte angeblich die Teilnahme, da er sich mit den Organisatoren der Veranstaltung nicht habe einigen können, welche Songs er vortragen solle. Auch die Gebrüder Alex und Eddie Van Halen fehlten. Leadgitarrist Eddie Van Halen befindet sich gerade zu einer Therapie in einer Klinik – offenbar auch der Grund für die Absage einer geplanten Reuniontour mit Roth. In New York jammten Hagar und Anthony in Ermangelung der Bandkollegen mit der Haus-Band zu „Why Can’t This Be Love?“.
Grandmaster Flash & The Furious Five wurde die Ehre zuteil, als erster HipHop-Act in die Rockruhmeshalle aufgenommen zu werden. Eingeführt von Jay-Z, stand die Formation erstmals seit über zehn Jahren zusammen auf der Bühne für ein Medley, inklusive ihres legendären Klassikers „The Message“.
Rolling Stones-Gitarrist Keith Richards hielt die Laudatio auf The Ronettes, eine der stilprägenden Girl-Groups der 60er-Jahre, die ein Medley ihrer Hits „Baby I Love You“, „Walking In the Rain“ und „Be My Baby“ darboten. Der des Mordes angeklagte Produzent Phil Spector, Exehemann von Ronettes-Sängerin Ronnie Spector und mit seinem bombastischen Soundgemälden einst maßgeblich verantwortlich für die Triumphe des Trios, schickte eine Grußbotschaft.
Zach De La Rocha von Rage Against The Machine hielt die Lobrede auf Rockpoetin Patti Smith, die neben einem eigenen Set auch das Finale bestritt, bei dem sie mit Michael Stipe den Stooges-Song „I Wanna Be Your Dog“ im Duett sang und für ihre Hymne „People Have The Power“ die versammelte Künstlerschar des Galaabends auf der Bühne vereinte.



