Musik

Rock’n’Roll-Musiker Johnnie Johnson gestorben

Der einflussreiche Pianist und Komponist Johnnie Johnson, der langjährige Begleiter von Chuck Berry, ist im Alter von 80 Jahren am 13. April in seinem Haus in St. Louis gestorben.

Der einflussreiche Pianist und Komponist Johnnie Johnson, der langjährige Begleiter von Chuck Berry, ist im Alter von 80 Jahren am 13. April in seinem Haus in St. Louis gestorben.

Chuck Berry stieg 1952 als Gitarrist in das Johnnie Johnson Trio ein, das Berry später dann zu seiner Begleitgruppe machte. Bis in die 70er-Jahre arbeiteten die beiden gemeinsam an vielen klassischen Rock’n‘-Roll-Songs von Chuck Berry wie „Roll Over Beethoven“ oder „No Particular Place To Go“.

Doch erst vor fünf Jahren klagte Johnson vor Gericht auf Tantiemen an den laut Johnson gemeinsam verfassten Songs, da Berry seine Alkoholsucht ausgenutzt habe, um ihn um die Urheberrechte zu bringen. Allerdings erklärte das Gericht die Angelegenheit für verjährt.

Berry zeigte sich bestürzt über den Tod seines Wegbegleiters und kündigte an, nach dem Ende seiner Europatournee ein Gedenkkonzert für Johnson zu spielen. „Er war der beste Klavierspieler, den ich je hatte“, erklärte Berry.

Johnson, der 2001 in der Kategorie „Sideman“ in die Rock And Roll Hall Of Fame eingeführt wurde, prägte als Pianist entscheidend den Rock’n‘-Roll-Stil, indem er Elemente aus Blues und Boogie Woogie zusammenführte. Damit schuf er den vorwärtstreibenden, aber nie aufdringlichen Klanghintergrund, auf dem Chuck Berry seine Gitarrenriffs platzierte. Auf dem bislang noch nicht als DVD veröffentlichten Konzertfilm „Hail! Hail! Rock’n’Roll“ von 1987 sieht man Chuck Berry und Johnson noch einmal vereint auf einer Bühne stehen.