Musik

Rock-Repertoire in Großbritannien vorn

Das Rock-Genre erzielte im Jahr 2002 in Großbritannien erstmals einen höheren Album-Marktanteil als das Pop-Repertoire.

Das Rock-Genre erzielte im Jahr 2002 in UK erstmals einen höheren Marktanteil als das Pop-Repertoire. Nach einer Analyse des Branchenverbands BPI legte das Rock-Segment bei den Alben auf 31 Prozent zu, der Pop-Bereich rangiert mit einem Anteil von 30,3 Prozent auf Platz zwei – 2001 lag Pop mit 31,6 Prozent noch 3,7 Punkte vor Rock. Während laut BPI sieben der zehn bestverkauften Alben des Jahres 2002 aus dem Pop-Bereich stammten, profitierte das Rock-Segment von Katalogtiefe und -breite: Dazu zählten Neuheiten von Coldplay, Red Hot Chili Peppers und Oasis sowie Katalogverwertungen von Queen, Rolling Stones, Nirvana und U2. Auf das Rock-Subgenre AOR entfielen Anteile von 9,3 Prozent, auf Metal 7,6 Prozent. Hinter Rock und Pop kam das Dance-Segment auf 9,5 Prozent, gefolgt von R&B mit 7,4, MOR mit 6,1 und HipHop/Rap mit 5,1 Prozent. Der Klassikmarkt auf Rang sieben gab von 4,2 Prozent im Jahr 2001 auf 3,5 Prozent im Jahr 2002 nach. Bei den Singles baute die Pop-Fraktion ihre Dominanz weiter aus: Kamen Pop-Singles im Jahr 2001 noch auf einen Marktanteil von 42,4 Prozent, so waren es 2002 bereits 51,8. Dance-VÖs gaben von 20 auf 15,4 Prozent nach, die Rock-Abteilung blieb beinahe stabil bei 13,4 Prozent und HipHop wuchs von 8,8 auf zehn Prozent. Die BPI zog zu dieser Erhebung die Charts-Daten der 10.000 bestplatzierten CD-Alben und der 1000 bestplatzierten Singles heran.