Als Jimmy Page und Robert Plant 1999 ihr Album „Walking Into Clarksdale“ veröffentlichten und danach mit Charlie Jones und Michael Lee auf Tour gingen, da erwarteten viele, dass Page und Plant bald wieder ins Studio gehen. Aber es kam anders: Plant zog sich zurück und erschien zwei Jahre später wieder mit seinem Solo-Album „Dreamland“. „Es gab kein Problem zwischen uns“, meint er. „Ich fand es einfach ermüdend, in großen Hallen zu spielen. Mit zunehmendem Erfolg wird alles größer. Aber letztlich wird die Perspektive, die eine Sache einst hatte, dabei beschädigt.“ Der Sänger hatte vom Stadionrock die Nase voll. Ihm waren die Visionen irgendwie abhanden gekommen. Aber ein Robert Plant gibt nicht so schnell auf. Mit dem für einen Grammy nominierten Album „Dreamland“ gelang ihm eine neue Definition seiner musikalischen Ambitionen. Er verdankt dies nicht zuletzt seiner neuen Band The Strange Sensation, die auch maßgeblichen Einfluss auf die aktuelle CD „Mighty ReArranger“ hatte – allen voran Gitarrist Justin Adams. Die musikalische Synthese aus Rock und außereuropäischer, vor allem afrikanischer Rhythmik und Melodik prägt das neue Album, das sich auch thematisch mit den Problemen in der Dritten Welt beschäftigt. Sein Augenmerk richtete er darauf, nachdem er 2003 am Desert-Festival in Mali im teilgenommen hatte. „In der Sahara verursacht die Winderosion ein riesiges Problem. Die Vegetation geht in alarmierendem Ausmaß verloren“, berichtet Plant.
Robert Plant – Songs vom großen Aufräumer
Der ehemalige Sänger von Led Zeppelin begibt sich auf seinem neuen Soloalbum „Mighty Rearranger“ (Sanctuary/Sony BMG) auf eine stilistische Tour de Force, die nicht nur eingefleischte Fans begeistern dürfte.



