Musik

Robert Jakob, A&R Koch Präsent: „Qualität muss nicht unbedingt teuer sein“

Seit Februar 2001 leitet Robert Jakob das Label Koch Präsent. Zu seinen Aufgaben gehören die Auswertung des umfangreichen Backkatalogs von Koch Music und der Ausbau der Sparte „Kindertonträger“. musikwoche.de sprach mit Robert Jakob über die Katalogauswertung im Schlager- und Volksmusikbereich.

musikwoche.de: Welche Zielgruppe haben Sie mit der Aktion „Unsere musikalische Pannenhilfe ist der Hit“ im Visier?

Robert Jakob: Mit dieser Aktion sprechen wir ein breites Publikum an. Durch die flächendeckende Auswahl an Künstlern ist die gesamte Sparte der Schlager- und Volksmusik gut abgedeckt, so dass für jeden, der sich für diese Musik begeistert, etwas dabei sein dürfte.

mw: Über welchen Zeitraum erstreckt sich die Kampagne?

Jakob: Die Aktion „Pannenhilfe“ ist die erste groß angelegte Präsent-Aktion in diesem Jahr und läuft von Anfang März bis in den Sommer hinein. So lange liegt unser Werbeschwerpunkt auf der „Pannenhilfe“. Selbstverständlich sind Tonträger wie auch Titel so ausgewählt worden, dass sie jahreszeitlich unabhängig sind. Die optische Aufmachung ist ebenfalls nicht nur auf das Frühjahr fixiert, sondern bietet durch ihren Se- riencharakter viele ganzjährige Einsatzmöglichkeiten.

mw: Wie hoch sind die Verkaufserwartungen?

Jakob: Wir sind zuversichtlich, an die gelungene Aktion des Vorjahres, „Erste Hilfe“, anknüpfen zu können. Durch die Vielfalt der angebotenen Produkte wird eine breite Palette an Interessensschwerpunkten abgedeckt. Das Angebot umfasst nur Künstler der ersten Garde, worauf wir mit Recht stolz sein können.

mw: Welche Schwerpunkte haben Sie für dieses Jahr noch geplant?

Jakob: 2002 haben wir noch zwei weitere großangelegte Aktion vorgesehen, für die die Planungen aber gerade erst angelaufen sind.

mw: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis des gerade abgelaufenen Jahres 2001 in Bezug auf Koch Präsent?

Jakob: Trotz der schwierigen Marktsituation im vergangenen Jahr haben wir ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Durch den großen Einsatz unseres Vertriebes und die Qualität unserer Produkte konnten wir das Label Koch Präsent weiter auf dem Markt festigen.

mw: Welche Trends zeichnen sich nach Ihrer Ansicht im Low-Price-Segment ab, insbesondere in den Bereichen volkstümliche Musik und deutscher Schlager?

Jakob: Koch Präsent ist ein gutes Beispiel dafür, dass Qualität nicht unbedingt teuer sein muss. Das wissen Händler und Kunden zu schätzen. Auch die Tatsache, dass die Konsumenten wieder preisbewusster einkaufen, wird auf das Low-Price-Segment eine belebende Wirkung haben. Ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, wie es in unserem Bereich zu finden ist, wird immer geschätzt, nicht nur im Bereich Schlager und Volkstümliche Musik.

mw: Wollen sie die Zusammenarbeit mit anderen Plattenfirmen noch weiter intensivieren?

Jakob: Ich bin sehr dankbar, dass wir mit vielen Kollegen von anderen Labels so gut kooperieren. Die Zusammenarbeit funktioniert meistens reibungslos, so dass das Repertoire an Interpreten, auf das ich zurückgreifen kann, mittlerweile sehr groß ist. Aus diesem Grund ist es mir bisher meist gelungen, die Projekte, die mir persönlich auch am Herzen liegen, zu verwirklichen. Natürlich gibt es noch den einen oder anderen Künstler, mit dem ich gern auch einmal ein One-Artist-Produkt veröffentlichen würde. Dies gilt besonders für Interpreten, die für das deutschsprachige Ausland ohnehin schon bei Koch unter Vertrag stehen.