Oh ja, da kümmert sich jemand ganz intensiv um seine Fangemeinde: Robbie Williams, größter lebender Entertainer des Popbusiness, wird die Live-Premiere seines heiß ersehnten Albums „Intensive Care“ nicht in seinem Heimatland Großbritannien, nicht in seiner Wahlheimat Amerika, sondern „im Herzen Europas“ (O-Ton Pressemitteilung), dem Berliner Velodrom, begehen.
Noch Anfang der Woche gab sich das Plattenlabel von Mr. Williams überaus verschlossen und wollte bereits kursierende Gerüchte zu der Show nicht bestätigen. Jetzt allerdings wurde das Schweigen gebrochen: Am 9. Oktober, zwei Wochen vor dem offiziellen Release der Platte, wird das gesamte neue Material erstmals live in Berlin dargeboten. Der Vorverkauf startet einen Monat vorher, am 5. September.
Geschickt eingefädelter Coup
Wer beim mutmaßlichen Run auf die Karten leer ausgeht, bekommt vier Tage später eine weitere Chance. Dem Konzert wird nämlich ein erster europaweiter Cinecast folgen, also die Übertragung in unzählige Kinosäle. Der Vorverkauf hierfür beginnt am 9. September. Wer dieses Ereignis ebenfalls verpasst, dem bleibt immer noch die TV-Aufzeichnung, die dann auch noch ausgestrahlt werden soll.
Pünktlich zum Konzertvorverkauf, also am 5. September, geht übrigens auch „Tripping“, die erste Single des Albums, an die Radiostationen. Robbie selbst bezeichnet das Werk als eine Art „Mini-Gangster-Oper“. Eine lukrative Bank dürfte der charmante Halunke mit seinem Vermarktungskonzept jedenfalls bereits aufgetan haben.


