Das Management von Robbie Williams zeigt sich erstaunt über die anhaltende Kritik an den so genannten „Knebelverträgen“ für Fotografen und deren Boykott bei der laufenden Deutschland-Tournee des britischen Entertainers.
„Wir reden von einem Vertrag basierend auf englischem Recht, den viele Popmusiker den Konzertberichterstattern vorlegen“, sagte Williams-Manager David Enthoven der „Süddeutschen Zeitung“. „Seit 2003 benutzen wir einen neuen Vertrag, der die Fotoberichterstattung bei Konzerten von Robbie Williams regelt, und bisher wurde er stets unterschrieben – von Zeitungen, Nachrichtenagenturen, anderen Medien.“
Rund zwei Wochen nach dem Tourauftakt in Deutschland lenkt Enthoven in dieser Angelegenheit jedoch ein. „Nachdem wir nun mit deutschen Anwälten gesprochen haben, verstehen wir einige der Einwände.“ Als Folge legte das Management einen neuen Vertrag nach deutschem Recht vor, der die Nutzung der Konzertbilder regeln soll. „Dieser wird allen Fotoberichterstattern ab den Berliner Konzerten vorgelegt“, erklärte Enthoven.
Kern des Vertrages ist eine Fünfwochenfrist, während der die Bilder des jeweiligen Konzerts benutzt werden dürfen. „Denn tatsächlich geht es uns nur darum, die Berichterstattung mit diesen Fotos auf das unmittelbare Umfeld der Konzerte zu begrenzen“, so Enthoven weiter. Damit später die veralteten Bilder nicht wieder herangezogen und in illegalen Merchandising-Artikeln, in Kalendern und Fanbüchern verwendet werden, so Enthoven weiter.



