Der US-Branchenverband RIAA will künftig Nutzer der Tauschbörsen KaZaA und Grokster beim Verdacht von Urheberrechtsverletzungen verwarnen. Wie RIAA-Präsident Cary Sherman am 29. April bei einer Präsentation erklärte, sei der Verband mit Hilfe eines Software-Tools und anhand einer Liste der bis zu 200 meistgetauschten, urheberrechtsgeschützen Songs in der Lage herauszufinden, welcher File-Sharer diese Dateien auf seinem Rechner zum Tausch anbietet. Diesen Usern soll dann eine Nachricht direkt auf ihre PCs geschickt werden, die sie auf den möglichen Verstoß gegen das Urheberrecht hinweist und ihnen nahe legt, fragliche Songs aus ihrem Tauschangebot zu verbannen. Die Nachricht soll die Nutzer außerdem darauf hinweisen, dass ihre Identität der RIAA bekannt sei. Laut Sherman rechnet die RIAA damit, wöchentlich bis zu einer Million dieser Nachrichten zu versenden. Grokster-Präsident Wayne Rosso bezeichnete diesen Schritt als eine Kriegserklärung der RIAA an die Nutzer von Grokster und stellte eine Art Spam-Filter für das Netzwerk in Aussicht.
RIAA zeigt File-Sharern die gelbe Karte
Der US-Branchenverband RIAA will künftig mit Hilfe eines Software-Tools Nutzer von KaZaA und Grokster beim Verdacht von Urheberrechtsverletzungen verwarnen. Grokster plant, dagegen mit einer Art Spam-Filter vorzugehen.


