Musik

RIAA wechselt Kurs und verbündet sich

Der US-Tonträgerverband RIAA ist von seinem Bestreben, per Gesetz Hardware-Hersteller zu verpflichten, physischen Kopierschutz in ihre Geräte einzubauen, abgerückt.

Der US-Tonträgerverband RIAA ist von seinem Bestreben, per Gesetz Hardware-Hersteller zu verpflichten, physischen Kopierschutz in ihre Geräte einzubauen, abgerückt. Der Kurswechsel drückte sich in einer gemeinsamen Erklärung mit den beiden Verbänden Business Software Alliance (BSA) und Computer Systems Policy Project (CSPP) aus. Mitglied in der BSA und der CDPP sind unter anderem Microsoft, IBM, Dell und Intel. Alle drei Verbände wollen jetzt dem US-Kongress nahelegen, das Recht der Konsumenten auf eine Privatkopie und das Recht auf die Übertragung von Musik auf mobile Abspielgeräte nicht explizit festzuschreiben. Mit der überraschenden Einigung steht derzeit ein Verband im Abseits: Der US-Filmverband MPAA. Er hält am Konzept, per Gesetz den Einbau von Kopierschutzsystemen in Abspielgeräte verpflichtend vorzuschreiben, fest. Hillary Rosen, Chairman und CEO der RIAA, zeigt sich aber kompromissbereit: „Nutzloses juristische Gefechte und dumme Rhetorik über die Dinge, die uns trennen, sind kontraproduktiv. Was wir sagen wollen: Es ist nicht notwendig, dass wir uns die Köpfe einschlagen“, kommentierte die Verbandschefin.