Die Rechtsabteilung des US-Branchenverbands RIAA hält sich an den Kalender. Wie zu jedem Monatsende reichte der Verband auch Ende August wieder Klagen gegen mutmaßliche illegale Filesharer ein. Insgesamt seien 754 Personen betroffen. Der Verband nennt in seinem jüngsten Stoß gegen die Tauschbörsen vor allem Nutzer der P2P-Applikationen KaZaA, LimeWire und Grokster als Ziel. Von der derzeit populärsten Tauschsoftware eDonkey war indes nicht die Rede.
Seit Beginn der Klagewelle im September 2003 hat die RIAA inzwischen über 14.000 Menschen verklagt. Gebracht hat es indes wenig: Die Zahl der P2P-Nutzer steigt weiter, ebenso wie die Menge der getauschten Daten. Auch der erhoffte Abschreckungseffekt durch die Berichterstattung bleibt immer öfter aus. Stattdessen finden sich in den Medien vermehrt Artikel über Menschen, die sich gegen das Vorgehen des Verbands zur Wehr setzen und es auf eine Verhandlung mit der RIAA ankommen lassen wollen. Bisher haben sich alle Beklagten außergerichtlich auf einen Vergleich mit den Labels geeinigt.


