Musik

RIAA verklagt die nächsten Fünfhundert

Der US-Tonträgerverband RIAA hat gestern die nächste Klagewelle gegen Tauschbörsennutzer losgetreten.

Insgesamt wurden Klagen gegen 532 Nutzer von P2P-Tauschbörsen eingereicht, die wegen Urheberrechtsverletzungen belangt werden sollen. 89 der verklagten Personen klinkten sich über Universitäts-Netzwerke in die Tauschdienste ein, 443 nutzten kommerzielle Provider.

Wie bereits bei der letzten Klagewelle im Februar musste der Verband auch diesmal wieder sogenannte „Max-Mustermann-Klagen“ gegen Personen einsetzen, deren Namen nicht bekannt sind. Dies wurde nötig, weil ein US-Gericht entschieden hatte, dass Internet-Provider nicht zur Herausgabe der Personendaten verpflichtet sind.

Die RIAA hat damit seit der ersten Klagerunde im September 2003 insgesamt 1977 Filesharer verklagt. RIAA-Chef Cary Sherman erklärte: „Es gibt eine ganze Reihe legaler Musikdienste, über die Fans hochqualitative Onlinemusik beziehen können. Die Gerichtsverfahren sind ein wichtiger Teil unserer größeren Strategie, die Filesharer über die Rechtslage und den Schutz von Urheberrechten zu unterrichten und sie zur Nutzung legaler Angebote zu ermutigen.“

Wie die RIAA mitteilte, sei die P2P-Nutzung an Universitäten zwar weiterhin hoch, viele Schulen im Land würden ihre Schüler aber bereits über den illegalen Datentausch aufklären und aktiv Schritte gegen die illegale P2P-Nutzung einleiten.