Musik

RIAA stellt Amnestieprogramm ein

Filesharer erhalten ab sofort nicht mehr die Möglichkeit, einer Klage zu entkommen, auch wenn sie die Illegalität ihres Handelns eingestehen und sich verpflichten, die entsprechenden Daten von ihren Computern zu löschen.

US-amerikanische Filesharer erhalten ab sofort nicht mehr die Möglichkeit, einer Klage zu entkommen, auch wenn sie die Illegalität ihres Handelns eingestehen und sich verpflichten, die entsprechenden Daten von ihren Computern zu löschen. Im sogenannten Clean-State-Programm bot die RIAA bislang ertappten Nutzern illegaler Tauschbörsen bei Abgabe einer entsprechenden Erklärung Straffreiheit an. Der US-Phonoverband beschloss nun, das Amnestieprogramm einzustellen, da es nicht mehr notwendig und geeignet sei, wie die RIAA einem kalifornischen Gericht mitteilte. Dort hatte ein Bürger des Bundesstaates Klage gegen das Vorgehen der Musikindustrie eingereicht. Er warf der RIAA im Zusammenhang mit dem Clean-State-Programm „betrügerische Geschäftspraktiken“ vor, da der Verband es nicht verhindern könne, dass einzelne Rechteinhaber trotz der abgegebenen Erklärungen gegen die Filesharer Klage einreichten. Insgesamt einigte sich die RIAA mit 1108 Personen auf das außergerichtliche Clean-State-Verfahren. Inzwischen geht der Verband davon aus, dass sich die Öffentlichkeit nunmehr darüber bewusst sei, dass illegalen Filesharern Klagen drohen.