Die Plattenindustrie in den USA setzt ihren mehrgleisigen Kampagnenfeldzug gegen die Musikpiraterie in P2P-Netzwerken fort: Während die RIAA in dieser Woche 531 weitere Klagen gegen Tauschbörsennutzer einreichte, stellte der Phonoverband Reportern und einflussreichen Vertretern von Staat und Politik in Washington gleichzeitig eine neue Kopierschutztechnologie vor. Die von der Firma Audible Magic entwickelte Technik soll mit Hilfe akustischer Fingerabdrücke den digitalen Vertrieb von nahezu vier Millionen in der Audible-Magic-Datenbank gespeicherten, urheberrechtlich geschützten Titel verhindern. Wayne Rosso, CEO des Entwicklers von File-Sharing-Software Optisoft, bezweifelte die Aufrichtigkeit der Präsentation, da niemand von der P2P-Industrie geladen gewesen sei. RIAA-Chef Mitch Bainwol betonte hingegen den Bedarf an einem „kampagnenartigen Fokus und einen umfassenden Plan“, der erzieherische Maßnahmen, Abschreckung und Technologien beinhalte, um das Onlinepiraterie-Problem in den Griff zu bekommen. In diesem Zusammenhang kündigten die RIAA und der Filmverband MPAA eine gemeinsame Pressekonferenz mit der Bundespolizei FBI für den 19. Februar an. Dort soll unter anderem ein Logo vorgestellt werden, das Konsumenten vor dem illegalen Kopieren von Musik und Filmen warnen soll.
RIAA hält Druck gegen Piraten aufrecht
Die Plattenindustrie in den USA setzt ihren mehrgleisigen Kampagnenfeldzug gegen die Musikpiraterie in P2P-Netzwerken fort. Dabei setzt die RIAA auf erzieherische Maßnahmen, Abschreckung und Technologien.


