Brianna LaHara erlangt unfreiwillige Popularität. Die Zwölfjährige, die von der RIAA wegen illegaler Musik-Uploads verklagt wurde, wird langsam zur Symbolfigur derer, die das Vorgehen der RIAA verurteilen. So bieten der Verband der Filesharing-Sites, P2P United, ein New Yorker Radio-DJ und der E-Tailer MusicRebellion.com an, die 2000 Dollar Strafe für die Schülerin zu übernehmen. „Von Millionen Leuten, die Musik über das Internet tauschen, soll ausgerechnet ein Mädchen aus einer Sozialwohnung die zwei Riesen Strafe aufbringen?“, stellte Radiomann Brother Wease die RIAA-Taktik in Frage. MusicRebellion.com bietet dem Mädchen an, für 2000 Dollar auf der Website einzukaufen. Der E-Tailer hat legitime Downloads im Angebot. Die alleinerziehende Mutter der Zwölfjährigen, die Krankenschwester Sylvia Torres, hatte sich am Dienstag mit der RIAA auf eine Vergleichszahlung geeinigt, um eine weitere Strafverfolgung abzuwenden. Ihre Tochter wurde beschuldigt, rund 1000 Songfiles auf KaZaA geladen zu haben. „Das passt ja, dass ausgerechnet P2P United die Strafe übernehmen will“, sagte RIAA-Sprecher Jonathan Lamy. „Schließlich waren es deren Mitglieder, die Briannas Urheberrechtsverletzung erst möglich gemacht haben.“ Der Branchenverband wolle mit seiner Aktion ja auch keinen Popularitätswettbewerb gewinnen, so Lamy. Vielmehr gehe es der RIAA darum zu zeigen, dass illegale Handlungen Konsequenzen haben können.
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