Der US-Branchenverband RIAA verbuchte im ersten Halbjahr 2003 ein zweistelliges Minus nach Umsätzen und ausgelieferten Stückzahlen: Während die Zahl der an den stationären Handel ausgelieferten Produkte von Anfang Januar bis Ende Juni um fast zehn Prozent nach Exemplaren und um neun Prozent nach Wert zurückging, schlug inklusive der Shipments an Direktversender, Clubgeschäfte und hier zu Lande so genannte Premiums ein Minus von 15,8 Prozent zu Buche. Nach Untersuchungen von PricewaterhouseCoopers lieferten die RIAA-Mitglieder im ersten Halbjahr 335,6 Mio. Einheiten aus, im Vorjahreszeitraum waren es noch 398,5 Mio. Stück. Nach Wert verzeichnete der Branchenverband bei Umsätzen von 4,8 Mrd. Dollar ein Minus von zwölf Prozent, im Vorjahr lagen die Umsätze noch bei 5,5 Mrd. Dollar. Sollte dieser Trend anhalten, könnte der US-Markt bis Jahresende zum ersten Mal seit 1992 unter die Marke von zehn Mrd. Dollar fallen. Dabei zeigten die Aktivitäten der Branche zur Rettung der Single in den USA erste Wirkung: Die Shipments in diesem Segment wuchsen um 173,5 Prozent. Dagegen legte das boomende DVD-Format um im internationalen Vergleich nur bescheidene 26,2 Prozent zu. Parallel dazu büßten CD-Alben fast zwölf Prozent ein, Cassetten mehr als 54 Prozent und Musikvideos auf VHS-Cassetten 68 Prozent. Auch beim hochauflösenden DVD-Audio-Format mussten die RIAA-Mitglieder Einbußen von 56,3 Prozent hinnehmen. Die Halbjahreszahlen der RIAA fielen insgesamt schlechter aus als die SoundScan-Verkaufszahlen nach den ersten sechs Monaten hatten befürchten lassen.
RIAA fährt zweistelliges Minus ein
Der US-Branchenverband RIAA verbuchte im ersten Halbjahr 2003 ein zweistelliges Minus nach Umsätzen und ausgelieferten Stückzahlen. Während Singles und Musikvideos auf DVD zulegen konnten, brach das DVD-Audio-Format ein.


