Der US-Tonträgerverband RIAA hat sich außergerichtlich per Vergleich mit vier Studenten geeinigt, die von der RIAA bezichtigt wurden, illegale Downloadbörsen installiert zu haben. Die Studenten, die an drei US-Universitäten eingeschrieben sind, erklärten sich ohne Schuldeingeständnis bereit, an die RIAA jeweils zwischen 12.000 und 17.500 Dollar zu zahlen. Damit entgehen sie dem Risiko, in dem von der RIAA angestrebten Prozess zu Schadensersatzforderungen von bis zu 100 Millionen Dollar verurteilt zu werden. Die RIAA hatte den Betroffenen vorgeworfen, innerhalb der Uni-Netzwerke 18 Tauschbörsen errichtet zu haben, die zeitweise bis zu eine Million Songs im Angebot hatten. Ob die RIAA den Vergleich akzeptierte, weil von den Studenten nicht mehr zu holen war, oder weil die jüngste Rechtssprechung (unter anderem das nicht gerade verbandsfreundliche Urteil in Sachen Grokster und Morpheus Anfang dieser Woche) die Chance auf einen siegreichen Prozess kleiner gemacht hat, ist unklar. Matt Oppenheim, Senior Vice President Business and Legal Affairs der RIAA, kündigte jedenfalls an, dass kommende Prozesse und Vergleiche mit härteren Strafen enden würden.
RIAA einigt sich mit Studenten
Der US-Tonträgerverband RIAA hat sich außergerichtlich per Vergleich mit vier Studenten geeinigt, die von der RIAA bezichtigt wurden, illegale Downloadbörsen installiert zu haben.


