Musik

RIAA-Chef will Inducement-Act durchdrücken

Im Kampf um schärfere Urheberschutzgesetze hat der Chef des US-Musikbranchenverbandes RIAA, Mitch Bainwol, alle 100 Senatsabgeordneten in einem Brief aufgefordert, den so genannten Inducement-Act zu unterstützen.

Im Kampf um schärfere Urheberschutzgesetze hat der Chef des US-Musikbranchenverbandes RIAA, Mitch Bainwol, alle 100 Senatsabgeordneten in einem Brief aufgefordert, den so genannten Inducement-Act zu unterstützen. Der Gesetzesentwurf soll Künstlern und Rechteinhabern ermöglichen, Firmen zu verklagen, die andere zur Urheberrechtsverletzung verleiten und daraus Profit ziehen. Bainwol wies in seinem Brief darauf hin, dass es nicht darum gehe, P2P-Technologien an den Pranger zu stellen, sondern „schlechtes Benehmen“ abzustrafen. „Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, diejenigen zu isolieren, die bewusst und gezielt andere dazu verleiten, das Gesetz zu brechen“, erklärte Bainwol. Das Gesetz würde keine Firmen betreffen, die nichts anderes täten, als Technologien zur Verfügung zu stellen, die sowohl für legale als auch illegale Zwecke genutzt werden könnten. Zuvor hatten 40 Firmen aus dem Elektronik- und Technologie-Bereich sich dagegen gewehrt, Zielscheibe juristischer Verfolgung zu werden.

Bainwol wies Studienergebnisse, die nahe legen, dass P2P-Services wie Kazaa CD-Verkäufe durch Promotion-Effekte beflügelten, scharf zurück. „Einige Leute behaupten, P2P steigere die Verkaufszahlen oder beeinflusse sie kaum. Und Schweine können fliegen“, so Bainwols Kommentar. Bainwol forderte die Gesetzeshüter auf, statt hypothetischer Bedenken endlich konstruktive und konkrete Vorschläge einzubringen: „Die Männer und Frauen in der Musikbranche und ihre Familien haben Taten verdient. Wir können uns Stillstand nicht leisten.“

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