Die Herstellung und der Vertrieb von illegalen Tonträgern in den USA wird immer ausgereifter und lässt sich zweifelsfrei in Verbindung mit organisiertem Verbrechen bringen. Laut dem RIAA-Jahresbericht für physische Piraterie ähneln die Kopien immer mehr den Originalen. Hinter dieser qualitativen Verbesserung des Schwarzmarkts steckt nach Erkenntnissen des US-Branchenverbands der gewachsene Einfluss großer krimineller Banden. Zusammen mit den Ermittlungsbehörden habe man jedoch bessere Methoden zur Bekämpfung dieser organisierten Produktpiraten entwickelt, erklärte Brad Buckles, Executive Vice President of Anti-Piracy, bei der Vorstellung des Jahresberichts.
Das Ergebnis: Im Jahr 2004 beschlagnahmte die RIAA 1,2 Mio. gefälschte CDs; das ist ein Zuwachs von 58 Prozent. Diese so genannten Counterfeits fanden sich zunehmend auch im regulären Handel und sind oft kaum von den Originalen zu unterscheiden. Dagegen scheint die Verbreitung von billig per CD-Brenner hergestellten Raubkopien zu stagnieren. Die Menge der bei Razzien konfiszierten CD-Rs sank um 27 Prozent. Weiterhin führend unter den illegalen Musikprodukten ist das Genre Latin Music, auf das fast die Hälfte der im Jahr 2004 beschlagnahmten Ware entfällt.


