Der US-Branchenverband RIAA ist erleichtert über einen Richterspruch im Bundesstaat New Jersey: Die Betreiber eines örtlichen Flohmarkts tragen nach Ansicht eines Bundesrichters eine Teilschuld an den Urheberrechtsverletzungen von Verkäufern, die Raubkopien von CDs und Kassetten anbieten.
Seit Jahren habe die RIAA versucht, den Inhabern von Columbus Farmers Market und Columbus Flea World klar zu machen, dass eine Duldung von Schwarzhändlern auf ihrem Gelände strafbar sei, doch die Marktbetreiber zeigten sich von den Einigungsversuchen der RIAA unbeeindruckt. Vor fast sechs Jahren wurden auf Anregung der RIAA auf dem Flohmarktgelände über 14.500 illegal gefertigte Tonbänder und CDs beschlagnahmt und 26 Verkäufer wegen Produktpiraterie verklagt.
Nachdem die Marktbetreiber auch in der Folge den Schwarzhandel nicht aktiv unterbunden hatten, klagten die RIAA-Mitglieder im Jahr 2003 gegen die beiden Columbus-Firmen. Nachdem die Schuldfrage nun zugunsten der Labels geklärt wurde, soll demnächst auch eine Schadensersatzsumme festgelegt werden. Nach Angaben der RIAA hat das Gericht dabei einen Spielraum von 500.000 bis 125 Mio. Dollar.


