Neben den anhaltenden juristischen Maßnahmen gegen Filesharer konzentriert sich der US-Tonträgerverband in den kommenden Monaten auch wieder zunehmend auf die Bekämpfung von physischer Piraterie. Zwölf Keimherde der illegalen Vervielfältigung hat sich die RIAA dafür auserkoren.
Brad Buckles, bei der RIAA für Antipirateriemaßnahmen zuständig, wird die Aktivitäten seiner Dienststelle künftig verstärkt auf die Städte Atlanta, Austin, Chicago, Dallas, Houston, Los Angeles, Miami, New York, Philadelphia, Providence, San Diego und San Francisco ausrichten. Dort hat die RIAA landesweit die größten Umsatzeinbußen im regulären Handel ausgemacht und die meisten Raubkopien beschlagnahmt. Im letzten Jahr seien in den USA über fünf Mio. illegal gefertigte CDs konfisziert und 3300 Menschen im Zusammenhang mit Piraterie festgenommen worden.
Die Ermittlungen der RIAA richten sich gegen Straßenhändler und Flohmärkte, aber auch gegen kleine Händler und Plattenläden. Nahezu alle raubkopierten CDs kamen im letzten Jahr aus den Genrebereichen Urban und Latin. Das Latin-Segment macht zwar nur sechs Prozent des regulären US-Tonträgermarkts aus, doch stellt es fast 40 Prozent aller beschlagnahmten Raubkopien.


