Musik

Reid will Roc-A-Fella kaufen

Während Labelgründer Russell Simmons weiter Zweifel an der neuen Marschrichtung bei Def Jam äußert, deutet sich ein Vertragsabschluss mit der assoziierten Firma Roc-A-Fella an. „L.A.“ Reid, CEO der Island Def Jam Music Group, will das Label von Jay-Z übernehmen.

Antonio „L.A.“ Reid möge zwar „einer der besten Record Men im Musikgeschäft sein“ bekundet Def-Jam-Gründer Russell Simmons über den neuen CEO der Island Def Jam Music Group (IDJ), „aber er umgibt sich privat nicht mit Typen wie DMX“. Dieser enge persönliche Kontakt zu den Stars des Labels habe nach Ansicht von Simmons aber den Erfolg von Def Jam mitbegründet. Er selbst hegt weiter Zweifel an der neuen Marschrichtung, die mit der Berufung Reids zum IDJ-Chef eingeschlagen wurde. Als Gradmesser für seine Glaubwürdigkeit in Künstlerkreisen gilt inzwischen die Frage, ob Reid es schafft, das wechselwillige Erfolgslabel Roc-A-Fella weiter an IDJ zu binden. Roc-A-Fella gehört dem Rapper und Produzenten Jay-Z und seinem Partner Damon Dash. Laut Reid stehe IDJ zwar kurz davor, die beiden Gründer auszubezahlen, sei aber dennoch weiterhin bestrebt, Jay-Z und Dash im Unternehmen zu halten. Ungeachtet aller Anfeindungen beruft sich Reid laut „Newsweek“ auf einen Freibrief, den er bei seiner Anstellung von Doug Morris erhielt, dem CEO von Universal Music. Dieser habe ihm versichert: „Tun Sie, was Sie tun müssen, um stolz auf sich zu sein. Sie sind schließlich L.A. Reid.“ Mehr zum Thema L.A. Reid erweitert sein Island-Team