Im Prozess gegen den Betreiber der seit Oktober 2003 stillgelegten Website mp3s4free.net kommen peinliche Details ans Licht. Zu den Nutzern der Linkliste zu illegalen Songfiles zählten auch Mitarbeiter von australischen und amerikanischen Behörden und Regierungsstellen.
Die Angehörigen des öffentlichen Dienstes und Beamte versorgten sich über mp3s4free.net mit kostenloser, aber unlizenzierter Musik. Unter den musikalischen Freibeutern befanden sich Mitarbeiter mehrerer australischer Ministerien sowie der NASA, der US-Börsenaufsicht und – besonders pikant – Angestellte des US-Justizministeriums und des Patent and Trademark Office. Das geht aus den Logfile-Analysen hervor, die australische Ermittler beim Internet Service Provider ComCen sichergestellt haben.
Der illegale „Service“ von Stephen Cooper hatte zwischen November 2002 und Oktober 2003 über sieben Mio. Unique Visitors angezogen, in dieser Zeit wurden rund zwei Terabyte an Musikdaten bewegt und 136 Mio. Soundfiles angefragt. mp3s4free.net selbst stellte indes kein urheberrechtlich geschütztes Material zur Verfügung. Vielmehr fungierte die Website als Webweiser zu verschiedensten Downloadsites im Netz.


