Musik

Reggae-Festival wegen Homophobie-Streit abgesagt

Eine Woche vor dem geplanten Termin haben die Veranstalter des Londoner Festivals „Reggae In The Park“ abgesagt, weil die öffentliche Debatte um homophobe Äußerungen von dafür verpflichteten Künstlern wie Beenie Man die Sicherheit des Festivals nicht mehr gewährleisten könne.

Eine Woche vor dem geplanten Termin wurde das Londoner Festival „Reggae In The Park“ abgesagt. Aufgrund der öffentlichen Debatte um homophobe Äußerungen von für das Konzert verpflichteten Künstlern wie Beenie Man könne die Sicherheit des Festivals nicht mehr gewährleistet werden, erklärten die Veranstalter. Zunächst sollte das Live-Event als Open-Air-Veranstaltung im Victoria Park stattfinden, wurde dann aus „Sicherheitsgründen“ in die Wembley-Arena verlegt und schließlich ganz abgesagt. Dazu erklärten die Veranstalter: „Weil Reaggae-Musik in der britischen Presse zuletzt in ein negatives Licht geriet, konnten wir keine geeignete Halle finden, die bereit gewesen wäre, das Sicherheitsrisiko einer derartigen Veranstaltung zu tragen.“ Die Absage erfolgt nach Vorkommnissen der letzten Wochen, als Beenie Man wegen angeblich homophober Äußerungen nicht bei den MBO Awards und den MTV Video Music Awards auftreten durfte. Der britische Schwulenverband OutRage! wirft zudem den Künstlern Buju Banton, Bounty Killer, Elephant Man, Capleton, Sizzla und Vybz Kartel Negativäußerungen gegen Homosexuelle vor.

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