Musik

Red Hot + Riot: Eine Hommage an Fela Anikulapo Kuti

Die Compilation-Serie „Red Hot“ hat in den letzten Jahren bereits viel Geld für zahlreiche Projekte zur Eindämmung der Immunkrankheit AIDS eingespielt. Mit „Red Hot & Riot“ erscheint nun ein Tributalbum an den 1997 an AIDS verstorbenen Afrobeat-Pionier Fela Anikulapo Kuti.

In der „Red Hot“-Reihe sind in den vergangenen Jahren bereits viele gelungene Alben erschienen. Doch nur wenige sind musikalisch so gelungen wie die neueste Ausgabe: „Red Hot + Riot“ (MCA/Universal Jazz). Eine beeindruckende Huldigung an den Afrobeat-Pionier Fela Kuti, der wie kein anderer Künstler die afrikanische Musik über drei Jahrzehnte, bis zu seinem Tod am 2. August 1997, prägte. An der Hommage beteiligten sich zahlreiche afro-amerikanische Musiker aus der HipHop-, Soul-, R&B- und Jazz-Szene. Die Liste reicht von Roy Hargrove, D’Angelo, NeShell Ndegeocello über Kelis, Macy Gray und Nile Rodgers bis hin zu Talib Kweli, Bilal, Mix Master Mike und Archie Sheep. Die Idee zu diesem Album stammte ursprünglich von Ahmir „Questlove“ Thompson, dem Schlagzeuger der HipHop-Formation The Roots, einem ausgewiesenen Kenner der Musik von Fela Anikulapo Kuti.

Er konnte die Produzenten Chris Dell’Olio und Paul Heck von seiner Vision überzeugen. „Als ich zum ersten Mal davon hörte“, erklärt Femi Kuti, der Sohn von Fela Kuti, im Interview „war ich von der Idee sofort begeistert. Mein Vater hat mit seiner Musik jahrzehntelang gegen Unterdrückung und Korruption in Afrika gekämpft. Es wäre sicher in seinem Sinn gewesen, mit seinen Songs ein wenig zur Verbesserung der katastrophalen Situation in Afrika beizutragen. Als wir in New York den Titel ‚Water Get No Enemy‘ aufnahmen, habe ich alle beteiligten Musiker eingeladen, sich selbst ein Bild von den Problemen dieses Kontinents zu machen.“

Allein im südlichen Teil von Afrika sind über 28,5 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert. Auch wenn das mit dem Album eingespielte Geld nur wenig zur Verbesserung ihrer Lage beitragen kann, freut sich Femi Kuti über die Außenwirkung dieses Projekts. „Wenn sich nur ein paar Menschen mit der Situation auf diesem Kontinent näher beschäftigen, hat sich das Ganze schon gelohnt. Neben diversen Aktionen zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember unterstützt Universal Classic & Jazz die Veröffentlichung mit einem Direktversand von 50.000 Exemplaren des Kundenmagazins „JazzEcho“, das ein ausführliches Porträt über Fela Anikulapo Kuti enthält.