RealNetworks, Marktführer im Bereich digitaler Musikabonnements, hat sein neues Subskriptionsangebot vorgestellt. Das Dreistufenmodell sieht nun auch ein Abo vor, das auf kompatible MP3-Player übertragen werden kann. Rhapsody To Go tritt damit in direkte Konkurrenz zu Napsters tragbarem Abo. Für 14,99 Dollar pro Monat können US-Kunden aus einem Katalog von mehr als einer Mio. Songs beliebig viele auswählen und auf Digitalplayer abspeichern. Sobald das Abo gekündigt wird, verschwinden die Stücke indes unwiederbringlich – das Digital Rights Management löscht die Daten.
Zum Start von Rhapsody To Go empfiehlt RealNetworks seinen Kunden den Kauf der MP3-Player Zen Micro von Creative und iRiver H10. Wer den H10 kauft, bekommt von Real sogar 100 Dollar zurückerstattet. Wer auf die Tragbarkeit seines Abos verzichten kann, bezahlt für Rhapsody Unlimited monatlich nur 9,99 Dollar. Rhapsody-Kunden erhalten zudem zehn Prozent Rabatt beim Einkauf im Rhapsody Music Store.
Wer sich auf keines der beiden Abomodelle einlassen will, bekommt bei RealNetworks dennoch Musik: Pro Monat gewährt die Firma Nutzern der Software Rhapsody Jukebox, die keine Abonnenten sind, Zugang zu 25 Songs aus dem Gesamtkatalog. Mit Hilfe der überarbeiteten Software können zusätzlich zur klassischen Dateiverwaltung auch Playlisten an Freunde versendet und musikalische Vorlieben individuell eingestellt werden. Das kostenlose Angebot Rhapsody 25 geht zurück auf eine Kooperation von RealNetworks mit dem Autobauer Chrysler und dem Suchdienst Google. Zu dritt finanziert man die Geschenkaktion über Gegengeschäfte, und auch die Rechteinhaber erhalten ihre Vergütung. RealNetworks-CEO Rob Glaser bedankte sich deshalb im Rahmen der Präsentationspressekonferenz in New York bei allen beteiligten Unternehmen und erklärte: „Viele Konsumenten werden sich für unser neues Angebot entscheiden, wenn sie erst einmal erlebt haben, wie Rhapsody funktioniert.“
Glaser ließ auch durchblicken, dass RealNetworks wie Mitbewerber Apple an einer Kooperation für das mobile Geschäft interessiert ist: „Wir sprechen gerade mit verschiedenen Handyherstellern und Mobilfunkanbietern“, sagte Glaser. Konkrete Pläne gebe es indes noch nicht.



