Einer der Wegbereiter des Latin-Jazz starb am 17. Februar im Alter von 76 Jahren. Ray Barretto, Percussionist, Virtuose an den Congas und Bandleader, erlag den Folgen einer Herzoperation. Erst im Januar unterzog sich Barretto einer fünffachen Bypass-OP und bekam danach eine Lungenentzündung, von der er sich nicht mehr erholte. Der in Brooklyn als Sohn puertoricanischer Einwanderer geborene Musiker gehörte zur Nuyorica-Szene, die ab den späten Vierzigerjahren dem Jazz mit starken lateinamerikanischen Elementen zum Durchbruch verhalf.
Barretto arbeitete u.a. mit Tito Puente, Cannonball Adderley, Cal Tjader, Dizzy Gillespie, Freddie Hubbard und Red Garland zusammen. Auch als Solist war er sehr erfolgreich und veröffentlichte mehr als 50 Alben. Sein letztes, „Time Was, Time Is“, erschien Mitte 2005 über 0+ Records/Harmonia Mundi. Barretto nahm auch einige Alben als Mitglied der legendären Fania All Stars auf.
Sein größter Hit blieb bis heute „El Watusi“ aus dem Jahr 1962, seinen einzigen Grammy erhielt Barretto indes 1989 für den Song „Ritmo en el Corazon“, den er zusammen mit Celia Cruz aufnahm. Unvergessen sind auch Stücke wie „The Soul Drummers“ oder seine Interpretation des Stevie-Wonder-Klassikers „Pastime Paradise“. Barretto starb in der Universitätsklinik von Hackensack, New Jersey, im Kreise seiner Familie.



