Bundespräsident Johannes Rau hat in seiner Eröffnungsrede zur Tagung „Musik bewegt?!“ vor Einsparungen zu Lasten der musikalischen Ausbildung von Jugendlichen gewarnt. Bei der Veranstaltung des Deutschen Musikrats (DMR) sagte Rau: „Wenn wir an Kürzungen denken, dann dürfen uns nicht immer zuerst Bildung und Kultur einfallen.“ Musikalische Bildung sei „keine private Nebensache“, sie zähle vielmehr zu den grundlegenden Gütern, auf die Kinder ebenso Anspruch hätten wie auf Lesen, Schreiben und Rechnen. Und trotzdem Musik nahezu allgegenwärtig sei, drohten musikalische Bildung und eigenes Musizieren zu verkümmern, so Rau. Bei dem Kongress in Berlin beraten Musiker, Pädagogen und Medienvertreter über die Zukunft von musikalischer Bildung in Deutschland. Dabei richtete der DMR seinen „Berliner Appell“ an die Politik. Für ein Mehr an musikalischer Bildung will der DMR künftig aktiv politisch tätig werden. Ziel ist es unter anderem, den Musikunterricht an Schulen zum festen Bestandteil der Lehrpläne zu machen. Am morgigen Dienstag beschließt der Aktionstag „Musik für Kinder“ im Schloß Bellevue, dem Dienstsitz des Bundespräsidenten, den Kongress.
Rau warnt vor Einsparungen
Bundespräsident Johannes Rau hat in seiner Eröffnungsrede zur Tagung „Musik Bewegt?!“ vor Einsparungen zu Lasten der musikalischen Ausbildung von Jugendlichen gewarnt.



