Musik

Radiohead basteln an Zukunft

Es tut sich was. Und doch irgendwie nichts.

Im Studio befinden sich Radiohead ja offiziell bereits seit Anfang 2004. Was genau sie dort allerdings treiben, ist unklar. Seit dem 2003 erschienenen „Hail To The Thief“, dem letzten Album, das im Auftrag ihres früheren Labels Emi produziert wurde, ist es um die exzentrischen Briten still geworden.

Über die Website der Band ließ Frontmann Thom Yorke nun verlauten, dass sie Ende der Woche ein „gescheites Studio“ aufgesucht hätten, um an ihrem siebten Album zu basteln. Näher wollten sich die Mitglieder nicht zu den aktuellen Entwicklungen äußern. Das Management ließ jedoch durchsickern, dass sich die Gruppe in einer Art Selbstfindungsprozess befindet.

Kleinkrieg im Internet

Klingt einleuchtend, schon allein, weil Radiohead seit Auslaufen des Emi-Vertrags quasi auf der Straße stehen. Man sei jedoch nicht auf der Suche nach einem neuen Label, hieß es aus internen Kreisen. Die aktuelle Situation werde von der Band akzeptiert.

Fleißige Leser von radiohead.com vernahmen in letzter Zeit allerdings ganz andere Töne. In einem mittlerweile entfernten Posting von Thom Yorke hieß es: „Wir hätten gern die alte Emi zurück, diese freundlichen, vornehmen Waffenproduzenten, die Musik wie ein nettes Nebenprojekt behandelt und sich nicht all zu viele Gedanken über die Aktionäre gemacht haben.“

Auch sonst ließen sich im Internet jede Menge Gedanken des Radiohead-Sängers nachlesen. Einen ausgedehnten Hotelaufenthalt beschrieb der Melancholiker in kurzen Stichworten: „Nichts in der Mikrowelle … Ich schlafe bei laufendem Fernseher … Niemand teilt mein Bett … Und die Garderobe ist aufgebraucht.“ Scheint, als verlange da jemand nach einer Beschäftigungstherapie.