In einer unterhaltsamen Runde diskutierten unter der Moderation von musikwoche.de-Redakteur Dietmar Schwenger Maximilian Lenz alias WestBam (DJ, A&R Low Spirit Recordings), Stefan Friedrich (Senior Product Manager Dance eastwest), Alex Kilb (Geschäftsführer Unsubmissive & Bongo Film), Stephan Pauly (Head Of Video Lounge, Produktion Blau), Marcus Adam (Head Of Talent And Music, MTV) und Sascha Kaus (Producer „Club Rotation“, Viva) über die Bedeutung von visuellen Konzepten in der Dance-Musik.
Wenn ein Act nicht nur im Club, sondern auch in den Charts funktionieren soll, kommen die Firmen nicht um Musikvideos und die Playlists der Musiksender herum. Dem steht jedoch entgegen, dass alle Labels angekündigt haben, gerade bei den Clip-Budgets zu sparen – „eine gefährliche Entwicklung“, wie Marcus Adam warnte. Denn damit würden deutsche Clips, die vor allem im Dance-Segment viel zu oft Klischees reproduzierten, im internationalen Qualitätsvergleich noch weiter abrutschen.
Als kreatives Low-Budget-Video stellte WestBam den von ihm gedrehten Clip zu „If I Had Known This Before“ von Woody vs. Ingram vor, während Friedrich im hochwertigen Clip von Felix Da Housecat, den die Musiksender abgelehnt hatten, ein „tragisches Beispiel“ sah.



