Mehr als 10.000 Besucher verzeichneten die Donaueschinger Musiktage 2004 mit 20 Uraufführungen aus dem Bereich der Neuen Musik.
Festivalleiter Armin Köhler (SWR2) wertete das Programm mit Werken von Komponisten wie Karl-Heinz Stockhausen, Benedict Mason, Gerhard E. Winkler oder Manos Tsangaris als großen Publikumserfolg. Zugleich sei das „renommierteste Festival für zeitgenössische Musik“ vom 15. bis 17. Oktober erneut ein wichtiges Forum zum Meinungsaustausch von Komponisten, Interpreten, Journalisten und Autoren aus dem In- und Ausland gewesen.
SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann unterstrich im Rahmen der Abschlusspressekonferenz, dass die Veranstaltung „zum Wichtigsten gehört, was die deutsche Gegenwartskultur zu bieten hat.“ Angesichts leerer Kassen und aus seiner Sicht unbefriedigender Erhöhung der Rundfunkgebühren forderte Hermann zu einer „Verantwortungsgemeinschaft für Kultur“ zwischen Ländern, Regionen, Städten und Gemeinden, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und anderen Veranstaltern auf, um ehrgeizige Projekte wie die Musiktage zu erhalten.
Alexander Fahrenholtz, Verwaltungsdirektor der Kulturstiftung des Bundes, erklärte, die bis 2008 beabsichtigte Förderung der Musiktage mit 210.000 Euro jährlich diene dazu, „einen der wichtigsten Leuchttürme unserer Förderprojekte“ zu sichern. Auch Michael Roßnagl, Geschäftsführer der Ernst von Siemens Stiftung, sagte bis 2006 jährlich 100.000 Euro an Fördermitteln zu.
Die Donaueschinger Musiktage sind eine Veranstaltung der Musikfreunde Donaueschingen in Kooperation mit dem Südwestrundfunk und der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR. Das erste Festival fand 1921 statt. Für die nächste Ausgabe vom 14. bis 16. Oktober 2005 vergab der SWR Kompositionsaufträge unter anderem an Brian Ferneyhough, Dai Fujikura, Beat Furrer, Hans Zender und Marco Stroppa.



