Bushido darf nicht auf die Bühne. So lässt sich die Forderung des lesben- und schwulenpolitischen Grünen-Sprechers Thomas Birk zusammenfassen. Der Politiker forderte den Veranstalter des Konzerts „Schau nicht weg – Gegen Gewalt an der Schule“ dazu auf, den Rapmusiker aus dem Line-Up zu streichen. Jemand, der seit Jahren in seinen Texten zu Gewalt gegen Minderheiten aufrufe, tauge nicht als Botschafter für Jugendliche.
Das sechsstündige Open-Air-Konzert soll am letzten Wochenende der Sommerferien vor dem Brandenburger Tor stattfinden. Das federführende Jugendmagazin Bravo kündigte Mitte dieser Woche neben Bushido unter anderem Auftritte von Gentleman, Mia., Sarah Connor, US5 und Monrose an. Auf den Protest des Grünen-Politikers habe es Birk zufolge bislang kaum Reaktionen gegeben. Er will die Organisatoren nun schriftlich dazu auffordern, Bushido von dem Event fernzuhalten.
Immer mitten in die Fresse rein
Der Angegriffene allerdings sieht sich als geradezu formidablen Repräsentanten der Aktion. Schließlich habe er in der Schule selbst „auf die Fresse bekommen“ und auch selbst geschlagen. Daher wisse er, wovon die Rede sei.
Sein Engagement begründete er mit den Worten: „Ich bin ein Typ, wenn ich was sage, hören die Leute zu.“ Zudem transportiere er Glaubwürdigkeit: „Mir glaubt man, ich komme daher. Mir geht’s nicht um die Promo, mir geht’s um die gute Sache.“


