Eine Woche, nachdem D 12-Rapper Proof bei einer nächtlichen Auseinandersetzung in Detroit tödliche Schusswunden erlitten hat, wurde dem besten Freund von Eminem in einer prunkvollen Zeremonie die letzte Ehre erwiesen. Unter den knapp 2000 Trauergästen befanden sich mehrere Angehörige der amerikanischen Rap-Elite, darunter 50 Cent, Dr. Dre, Lloyd Banks, Young Buck, Xzibit und Mitglieder von Naughty by Nature. Eminem und die restlichen D-12-Mitglieder fungierten als Träger des goldfarbenen Sarges.
Während der polizeilich überwachten Beerdigung, die sich über zwei Stunden und 15 Minuten hinzog, kam es zu keinen Zwischenfällen. In der Stadt hingegen soll es den Angaben amerikanischer Medien zufolge zu diversen gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sein.
Unnütze Gewalt
Die Rede von Reverend Wendell Anthony, in der er Marvin Gayes berühmte Anti-Gewalt-Hymne „What’s Going On“ zitierte, verhallte somit fernab der Zeremonie ungehört. An die 2000 Anwesenden erging nichtsdestotrotz die eindringliche Bitte: „Sterbt nicht, bevor ihr euer Leben ausgekostet habt… es ist Zeit, das Vergießen sinnloser Tränen zu beenden.“
Auch D-12-Mitglied Obie Trice, der selbst Anfang des Jahres in eine Schießerei verwickelt wurde, appellierte in seiner Trauerrede an die Vernunft: „Wir töten einander… für nichts und wieder nichts.“ Eminem, gekleidet in ein schwarzes Proof-T-Shirt und einen dunklen Sportanzug, verbrachte einen Großteil des Gottesdienstes vorgelehnt auf der Bank sitzend, das Gesicht in den Händen verborgen.
Von Polizei-Seite heißt es mittlerweile, dass Proof selbst Auslöser des tödlichen Streits gewesen sein soll. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Rapper das Feuer auf den vor zwei Tagen verstorbenen 35-jährigen Nachtclub-Türsteher Keith Bender eröffnet hätte. Daraufhin habe dessen 28 Jahre alter Cousin Mario Etheridge die tödlichen Schüsse auf Proof abgegeben.


