Musik

Privatradios kritisieren BR

Die Pläne für ein Jugendradio des Bayerischen Rundfunks stoßen bei den Privaten auf heftige Kritik. Nun warnten der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und bayerische private Radioveranstalter vor dem Vorhaben, eine landesweite Jugendwelle aufzubauen.

Die Pläne für ein Jugendradio des Bayerischen Rundfunks (BR) stoßen bei den Privaten auf heftige Kritik. Nun warnten der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und bayerische private Radioveranstalter vor dem Vorhaben, eine landesweite Jugendwelle aufzubauen. „Eine Jugendwelle des BR würde die wirtschaftliche Grundlage der privaten Radioveranstalter in Bayern in Frage stellen“, meinte dazu Karlheinz Hörhammer, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichsvorstandes Hörfunk des VPRT und Geschäftsführer von Antenne Bayern.

„Wir appellieren an die bayerische Landespolitik, die sensible Balance zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Hörfunkangeboten in Bayern nicht in Frage zu stellen.“ Auch Hans-Dieter Hillmoth, Vorsitzender des Fachbereichsvorstandes Hörfunk des VPRT und Geschäftsführer von Radio/Tele FFH, übt Kritik an dem Vorhaben. „Die Pläne des BR sind nicht konform mit dem grundsätzlichen politischen Konsens, dass es keine Ausweitung der öffentlich-rechtlichen Hörfunkangebote mehr geben soll.“

Nach Äußerungen von Dr. Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks, soll der Jugendsender zunächst das BR-Digitalradio „Das Modul“ ersetzen, um später anstelle von Bayern 4 Klassik über UKW ausgestrahlt zu werden.