Geistiges Eigentum sei hier zu Lande nicht viel wert, kritisiert Tobias Künzel als Mitglied der Formation Die Prinzen in einem Gespräch mit der Agentur „AP“: „Wer am PC sitzt und einen Song haben will, denkt leider oft nicht daran, dass man ihn genau so wie die CD oder die Cola kaufen muss. Deshalb ist es richtig, dagegen vorzugehen – wie gegen jeden anderen Diebstahl auch.“ Allerdings ist Künzel auch mit der Preisgestaltung bei Tonträgern nicht einverstanden: „Den Preis für CDs halte ich aber im Übrigen auch oft für zu hoch und für nicht gerechtfertigt. Ich finde, man sollte lieber erst mal preiswert einsteigen und dann nach ein paar Jahren, wenn sich zeigt, dass die Musik auf der CD Bestand hat, die Preise erhöhen.“
In der Quotendiskussion, in der sein Prinzen-Kollegen Sebastian Krumbiegel noch Mitte 2004 deutlich Stellung bezog, ist Künzel dagegen unentschieden: Wenn überhaupt, dann seien hier die öffentlich-rechtlichen Sender gefragt, „aber Musik auf Verordnung“ sei „irgendwie komisch“ findet Künzel. Zudem gebe es auch „sehr viel deutschsprachigen Schrott“.
Ihr aktuelles Album, „HardChor“, stellt die Formation ab Januar auf einer Tournee durch Deutschland mit Abstechern nach Linz in Österreich und Basel in der Schweiz vor. Auftakt der Konzertreise ist am 19. Januar in Hale/Saale, der letzte der zunächst geplanten 29 Auftritte am 28. Februar in Leipzig ist bereits ausverkauft. Für Ende April stehen zudem bereits sieben Zusatztermine fest.



