Musik

print@home verspricht Sicherheit und Komfort

Gemeinsam mit der Ticket Online Software GmbH und der Intelli-Mark Technologies gab die Deutsche Entertainment AG (DEAG) am 6. April im Wintergarten Varieté in Berlin den Startschuss für den gemeinsamen Verkauf von Eintrittskarten im Internet. Unter dem Namen print@home soll das Angebot den Online-Ticketverkauf revolutionieren.

Der Kunde kann sich nach Eingabe der Kreditkartendaten seine Eintrittskarte ab sofort daheim am PC ausdrucken. Für den Konzertbesucher soll der Online-Kauf dadurch komfortabler und preiswerter werden, da er die Portokosten spart. „Fünf bis zehn Prozent Margen-Gewinn im Vertrieb sind bei einer Umstellung auf print@home zu erwarten“, so Peter Schwenkow, CEO der DEAG. „Erzielt wird dieser Vorteil durch den Verzicht auf Arbeitskräfte im Versand sowie die völlige Einsparung der Kosten für die Herstellung der Eintrittskarten und die Briefumschläge“, erklärte Klaus Zemke, Geschäftsführer Ticket Online. Für den Kunden entfallen nicht nur Fahrten zu Vorverkaufsstellen oder Warteschlangen an der Abendkasse. Da der Online-Verkauf nicht wie bisher Tage vor dem Konzert eingestellt wird, profitiert auch der Spontankäufer, der sich kurzfristig zu einem Besuch entschließt.

Der Kunde kann die Karte sogar versehentlich mitwaschen oder verlieren. „Wenn er sie rechtzeitig storniert, kann sie ihm am Eingang neu ausgestellt werden, sofern noch kein anderer die Karte benutzt hat“, stellte Thomas Fischer klar, Prokurist von etix.com, dem Exklusivvertreter von Intelli-Mark in Deutschland. Da das Ticket über einen 2D-Barcode verfügt, der pro Karte nur einmal vergeben wird, kann die Eintrittskarte zwar kopiert werden, die zur Einlasskontrolle verwendeten Scanner gestatten aber nur dem ersten Besucher mit diesem Barcode den Eintritt.

Außerdem verfügt das System über einen im Online-Banking bewährten Sicherheitsstandard und soll eine Million User gleichzeitig verkraften. „Es ist zu 100 Prozent sicher“, so Fischer. Trotzdem will die DEAG das neue Angebot langsam testen. „Wir wollen keine Flops“, bekräftigt DEAG-Chef Schwenkow. Die neuen Marketing-Möglichkeiten seien immens. So könne man beispielsweise zusammen mit dem Ticket-Ausdruck Rabattmarken für CDs, andere Konzerte oder Burger anbieten. „Der Kontakt zum Kunden wird unmittelbarer. Das System hat eine große Zukunft“, betont der DEAG-Chef. Der Konzern will bis Ende 2005 bis zu 30 Prozent aller Tickets für seine Veranstaltungen über print@home absetzen