Musik

Prince macht live das Rennen vor Dion und Madonna

Der Konzertkrösus des Jahres 2004 heißt Prince. Mit seiner bislang erfolgreichsten Tour spielte er 87,4 Mio. Dollar ein. Ähnlich viel verdienten im Live-Geschäft nur noch Celine Dion und Madonna.

Der Konzertkrösus des Jahres 2004 in Nordamerika heißt Prince. Mit seiner bislang erfolgreichsten Tournee spielte er 87,4 Mio. Dollar (64,4 Mio. Euro) ein. Die „Musicology“-Tour gastierte dabei mit 96 Auftritten in 69 Städten. Für Rang zwei in dieser Umsatzhitliste des US-Fachmagazins „Pollstar“ waren keine Ortswechsel nötig: Celine Dion sang sich einfach durch 154 Shows im Caesar’s Palace in Las Vegas und nahm dabei 80,4 Mio. Dollar (59,4 Mio. Euro) ein. Platz drei geht an Madonna, die mit ihren Konzerten im ablaufenden Jahr 79,5 Mio. Dollar (58,8 Mio. Euro) einnahm.

Für das US-Konzertgewerbe war das Jahr 2004 eher durchwachsen. Die Bruttoeinnahmen wuchsen zwar um knapp ein Prozent auf 1,96 Mrd. Dollar (1,45 Mrd. Euro), doch insgesamt wurden zu wenig Tickets verkauft: 37,6 Mio. Eintrittskarten sind fast drei Prozent weniger als im Jahr 2003. Beobachter machen hauptsächlich die stark gestiegenen Preise dafür verantwortlich. Im Schnitt kostete eine Eintrittskarte 52,06 Dollar (38,47 Euro) – 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Der Konsumgüterindex in den USA stieg nur um 2,2 Prozent. Zur Jahresmitte lagen die Ticketpreise sogar noch viel höher mit einem Mittelwert von 58,71 Dollar (43,39 Euro), doch aufgrund der extrem schlechten Open-Air-Saison mussten die Veranstalter ihre Preise noch drastisch senken. Das meiste Geld zahlten die Fans von Elton John (in der Pollstar-Liste an Rang zehn). Tickets zu seinen Shows kosteten durchschnittlich 158,22 Dollar (116,93 Euro). Auch Madonna ließ sich mit 143,59 Dollar (106,12 Euro) gut bezahlen. Der Eintritt zu Prince-Konzerten kostete hingegen nur 61,04 Dollar (45,11 Euro).

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