Musik

Presse-Echo

Fünf renommierte Zeitungen beurteilen die Echo-Verleihung in Berlin.

“die tageszeitung“

Robbie Williams sang „Give Peace A Chance“ und alle, alle wollten das: Die Echo-Preisverleihung erstickte am Ende an zu vielen Kategorien und an zu viel Friedenswillen.

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“

Am Ende der Veranstaltung rollte Dieter Bohlen mit einem Jungsängergeschwader auf die Bühne, der Superstar-Kandidat Daniel Kübelböck krähte ins Mikrophon, dass er einen Traum habe, was bekanntlich ein Martin-Luther-King-Zitat ist, aber leider gar nicht so überzeugend wirkte wie Robbie Williams‘ Wiederbelebung von John Lennon. Die Leute verließen den Saal fluchtartig.

„Der Tagesspiegel“

Stars ohne Ende vor dem ICC. Wer will da den Musikpreis Echo einfach so in eine andere Stadt umziehen lassen?

„Süddeutsche Zeitung“

Gleich zu Beginn wurde bekannt, dass der kommerzielle Sender RTL und die deutsche Tonträgerbranche auf unbestimmte Zeit fortfahren werden, den Musikpreis Echo zu klonen. Das ist einerseits ein Glück, weil man sich nicht vorstellen möchte, wie der Unterhaltungsriese ARD mit so einer Veranstaltung experimentieren würde. Andererseits stand plötzlich Frauke Ludowig auf der Bühne. Diesmal erschien sie in einem grünen Behang und sah aus wie eine Tanne, die man nach Weihnachten einfach vergessen hatte. Auch der Klang ihrer Moderation wird in Erinnerung bleiben: Man glaubte bis zuletzt, dass sie aus einer fünfstündigen Zahnarztsitzung inklusive Wurzelresektion kam.

„Der Spiegel“

Dass Herbert Grönemeyer einen oder mehrere der Preise bekommen würde, war schon im Vorfeld klar gewesen. Doch dass der in London lebende Sänger den Saal und selbst die Journalisten so in seinen Bann ziehen würde, hätte wohl niemand für möglich gehalten. Die Emotionalität Grönemeyers und sein Tränen wirkten fast zu echt für die durchinszenierte Veranstaltung.